Kann eine Tanzfläche die Realität verändern? Wir bauen ein Experiment auf, um es herauszufinden.

22 Feb 2026

Februar 2026 — Davor Radic, Ecstatic Oracle Dance


Wenn du jemals in einem Raum voller Menschen warst, die sich zusammen bewegen — wirklich zusammen — dann kennst du das Gefühl. Etwas verschiebt sich. Die Luft wird dichter. Grenzen lösen sich auf. Du hörst auf, Individuum zu sein und wirst ein atmendes, sich bewegendes Organismus.

Aber was, wenn das nicht nur ein Gefühl ist?

Jahrzehntelang stellten Forscher an der Princeton University eine seltsame Frage: Beeinflusst Gruppenbewusstsein die physische Welt? Sie bauten kleine Geräte namens Random Number Generators — Maschinen, die perfekt zufällige Daten erzeugen, wie das tausendmalige Werfen einer fairen Münze pro Sekunde. Dann brachten sie diese Geräte zu Ritualen, Konzerten, Meditationsgruppen und Zeremonien. Und etwas Unerwartetes geschah. Während Momenten tiefer Gruppenkohärenz verschob sich die Zufälligkeit. Nicht um viel. Aber konsequent. Über Hunderte von Veranstaltungen. Die Wahrscheinlichkeit, dass dies Zufall war: eins zu über einer Billion.

Diese Forschung — die FieldREG-Experimente und das Global Consciousness Project — läuft seit den 1990er Jahren. Sie wurde in Peer-Review-Journalen veröffentlicht, diskutiert, repliziert und hinterfragt. Sie wurde nie vollständig erklärt.

Was wir tun

Seit Dezember 2025 betreibe ich einen True Random Number Generator während jeder Ecstatic Oracle Dance Session. Das sind 3 bis 4 Stunden lange Ecstatic-Dance-Veranstaltungen an verschiedenen Orten in den Niederlanden — Nijmegen, Groesbeek, Roermond, Zutphen und mehr. Die Sessions folgen einem strukturierten Bogen: Eröffnungsstille, Atemarbeit, ein progressiver musikalischer Aufbau, ekstatische Spitzenbewegung und abschließende Integration.

Während all dessen sammelt der TRNG Daten. 200 zufällige Bits pro Sekunde. Mit Millisekunden-Zeitstempeln. Automatisch analysiert. Alles ist offen und live auf play.ecstaticoracle.dance.

Bisher: 12 Sessions. Über 30 Millionen Datenpunkte.

Wonach suchen wir?

Die Kernfrage ist einfach: Verändert sich die Zufälligkeit, wenn die Gruppe in einen Zustand tiefer Kohärenz eintritt?

Ein True Random Number Generator sollte über die Zeit eine gleiche Anzahl von Einsen und Nullen produzieren — eine perfekte 50/50-Verteilung. Wenn während der Spitzenmomente des Tanzes diese Balance sich verschiebt — auch nur leicht, aber wiederholt über viele Sessions — dann ist das ein Signal, das Untersuchung verdient.

Wir behaupten nicht, dass wir etwas gefunden haben. Wir sagen: Wir haben die Daten, wir haben die Infrastruktur, und jetzt brauchen wir die Wissenschaft.

Wie wir das umsetzen wollen

Im Moment sind unsere Daten vorläufig. Einzelne Sessions zeigen suggestive Muster, aber nichts, das einzeln schlüssig wäre — und genau das sagt die bestehende Forschung voraus. Effekte in diesem Bereich zeigen sich nicht in einzelnen Durchläufen. Sie treten hervor, wenn man über viele Veranstaltungen aggregiert und dabei die richtigen statistischen Methoden verwendet.

Um daraus echte Wissenschaft zu machen, brauchen wir:

1. Ein vorregistriertes experimentelles Protokoll. Vor der nächsten Session definieren wir genau, was wir erwarten, wann wir es erwarten und wie wir es messen. Kein nachträgliches Geschichtenerzählen.

2. Definierte Phasenfenster. Jede Session hat einen natürlichen Bogen — Eröffnung, Aufbau, Höhepunkt, Integration. Wir müssen diese Phasen präzise abbilden und testen, ob TRNG-Abweichungen sich um bestimmte Momente häufen.

3. Kontrollen. Den TRNG in einem leeren Raum vor der Veranstaltung laufen lassen. Ihn während Nicht-Tanz-Aktivitäten laufen lassen. Interferenzen durch Soundsysteme, Telefone und Temperatur ausschließen.

4. Aggregierte Analyse. Alle Sessions mit der Stouffer-Z-Methode kombinieren — dem gleichen Ansatz, den das Global Consciousness Project verwendete, um Daten von Hunderten von Veranstaltungen zu einem statistischen Gesamtbild zu vereinen.

5. Unabhängige Verifikation. Ein zweiter Zufallszahlengenerator aus einer anderen Quelle, der neben unserem läuft. Wenn zwei unabhängige Geräte korrelierte Abweichungen während derselben Momente zeigen — das ist schwer abzutun.

Wen wir ansprechen

Wir sind im Gespräch mit Forschern, die die ursprünglichen Experimente aufgebaut und analysiert haben — Menschen in Princeton, am Institute of Noetic Sciences, am HeartMath Institute und an Universitäten in den Niederlanden, Frankreich und Deutschland.

Das Ziel ist nicht, allein etwas zu beweisen. Es ist, die Bedingungen zu schaffen, unter denen die Daten klar sprechen können, mit der richtigen Methodik und unabhängigen Augen auf der Analyse.

Was als Nächstes kommt

Unsere nächste Session ist die Sufi Edition am 31. März 2026 in einer Kapelle in Groesbeek — mit Sufi-Drehen unter Anleitung der eingeweihten Lehrerin Lizelot, Daf-Trommeln aus einer persischen Sufi-Linie und Stimmalchemie. Dies ist als unsere erste strukturierte Pilotstudie konzipiert, mit Baseline-Messungen, Phasen-Zeitstempeln und möglicherweise mehreren Messgeräten, die gleichzeitig laufen.

Wenn du Forscher bist und dich für Bewusstsein, Gruppenkohärenz oder Geist-Materie-Wechselwirkung interessierst — wir freuen uns von dir zu hören.

Wenn du Tänzer bist — komm tanzen. Die Daten hören zu.


Erkunde die Live-Daten: play.ecstaticoracle.dance Mehr erfahren: ecstaticoracle.dance Kontakt: info@emolio.nl